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Was ist ein PTR-Record und warum kann ich ihn nicht selbst einrichten?

· 2 Minuten Lesezeit
Customer Care Engineer

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Einleitung

Wenn Sie schon einmal einen Mailserver konfiguriert haben oder aus anderen Gründen auf Reverse-DNS-Prüfungen gestoßen sind, haben Sie wahrscheinlich schon von PTR-Records gehört. Aber was genau sind sie? Warum können Sie einen PTR-Record oft nicht selbst einrichten? Finden wir es heraus!

Was ist ein PTR-Record?

Ein PTR-Record (Pointer) ist ein Typ von DNS-Record, der für die umgekehrte Zuordnung von IP-Adressen zu Domainnamen verwendet wird. Im Gegensatz zu standardmäßigen A-Records (die eine Domain einer IP zuordnen) können Sie mit PTR-Records feststellen, zu welcher Domain eine bestimmte IP-Adresse gehört.

Wie funktioniert ein PTR-Record?

Wenn ein Server eine eingehende Verbindung empfängt, kann er eine Reverse-DNS (rDNS)-Abfrage für die IP-Adresse des Absenders anfordern. Wenn ein PTR-Record konfiguriert ist, gibt er den entsprechenden Domainnamen zurück. Dies ist wichtig für:

  • die Einrichtung von Mailservern (SMTP-Server erfordern häufig PTR-Records für eine ordnungsgemäße E-Mail-Zustellung und um Spam-Probleme zu vermeiden);
  • die Identifizierung von IP-Adressen in Logs und die Verbesserung der Sicherheit;
  • die Gewährleistung des korrekten Betriebs bestimmter Dienste, die von rDNS abhängen.

Warum kann ich einen PTR-Record nicht selbst einrichten?

Viele Benutzer mit Zugriff auf die Verwaltung von DNS-Records erwarten, dass sie einen PTR-Record genauso wie einen A- oder CNAME-Record erstellen können. Hier liegt jedoch das Hauptproblem: PTR-Records werden nicht in Ihrem DNS-Hosting konfiguriert; sie werden vom Anbieter der IP-Adresse eingerichtet (ISP, Rechenzentrum oder Hosting-Anbieter).

Wichtige Gründe:

  1. Kontrolle über IP-Adressen – PTR-Records gehören dem Eigentümer des IP-Pools. Wenn Sie einen Dedicated Server oder VPS haben, gehört die IP-Adresse Ihrem Hosting-Anbieter, und dieser muss den Record konfigurieren.
  2. Fehlende rDNS-Verwaltung – Selbst wenn Sie Zugriff auf die DNS-Verwaltung haben, wird die Reverse-DNS-Zone (in-addr.arpa) vom Eigentümer des IP-Adressblocks kontrolliert.
  3. Anbieteranforderungen – Einige Hosting-Anbieter erlauben Ihnen die Konfiguration von PTR nur über Support-Tickets, nicht über ein Control Panel.
  4. Dynamische IP-Adressen – Wenn Ihre IP-Adresse dynamisch ist (zum Beispiel bei einer Internetverbindung zu Hause), erlaubt Ihnen Ihr ISP nicht, einen personalisierten PTR-Record einzurichten.

Wie konfiguriert man einen PTR-Record?

1. Kontaktieren Sie Ihren Anbieter

Um einen PTR-Record zu erstellen oder zu ändern, müssen Sie den Hosting-Anbieter oder ISP kontaktieren, der Ihnen Ihre IP-Adresse zugewiesen hat. Dies geschieht in der Regel durch das Öffnen eines Support-Tickets.

2. Geben Sie die erforderliche Domain an

In der Regel verlangt der Anbieter, dass der PTR-Record auf eine echte Domain verweist, die bereits eingerichtet ist und sich über einen A-Record auflösen lässt.

3. Überprüfen Sie die Konfiguration

Nach der Änderung des PTR-Records lohnt es sich, seine Funktion mit den folgenden Befehlen zu überprüfen:

Windows:

nslookup 123.123.123.123

Linux und MacOS:

dig -x 123.123.123.123
hinweis

Die oben genannten IP-Adressen sind Beispiele. Verwenden Sie zur Überprüfung die reale IP-Adresse, für die der PTR-Record geändert wurde.

Fazit

Ein PTR-Record ist ein wichtiger Bestandteil von DNS, insbesondere für Mailserver. Sie können diesen Record jedoch nicht ohne die Mitwirkung des Eigentümers der IP-Adresse einrichten. Wenn Sie einen PTR-Record erstellen müssen, kontaktieren Sie Ihren Hosting-Anbieter, um die Möglichkeit seiner Konfiguration zu besprechen. So vermeiden Sie Probleme bei der E-Mail-Zustellung und erhöhen das Vertrauen in Ihren Server.